
Sehr geehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,
sehr verehrte Gäste,
im Namen des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft
für Allgemein- und Viszeralchirurgie darf ich Sie zur
12. Jahrestagung unserer Gesellschaft ganz herzlich in
Berlin begrüßen. Diese Tagung ist dabei wiederum in den
127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie
unter der Präsidentschaft von Herrn Professor Dr. med.
R. Gradinger eingebunden.
Das Motto des diesjährigen Kongresses: Wissen – Denken – Handeln weist dabei
einen engen Bezug zu dem deutlichen Appell von J. W. von Goethe auf:
„Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu
wollen, man muss es auch tun!“ Wir müssen also das aktuelle medizinische Wissen
abwägen und durchdacht in unsere therapeutischen Entscheidungen einbeziehen
und somit zum Wohle des Patienten praktisch einsetzen; dies besonders auch in
interdisziplinärer, sektorenübergreifender und vernetzter Kooperation mit den anderen
medizinischen Fachgebieten, besonders auch in der Viszeralmedizin.
Wir haben nun gemeinsam mit den Arbeitsgemeinschaften unserer Gesellschaft
und meinen Mitarbeitern versucht, für Sie aus dem breiten Spektrum unseres Fachgebietes
ein interessantes und zur Diskussion anregendes Programm zusammenzustellen.
Einige Themenschwerpunkte sollen dabei vorrangig Beachtung finden: Das europäische
Thema beschäftigt sich mit dem aktuellen diagnostischen und therapeutischen
Vorgehen beim Magencarcinom. Als ausgezeichnete Referenten sind dabei
auch die diesjährigen Ehrenmitglieder unserer Gesellschaft in diese Sitzungen eingebunden,
ebenso wie andere Kollegen des European Network of Excellence for
Gastric Cancer.
Die Förderung und Weiterbildung des Nachwuchses stellt erneut einen weiteren
Schwerpunkt dar. Jungen Chirurg/Innen soll dabei die Möglichkeit gegeben werden,
die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten darzustellen. Gemeinsam
mit dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen wird eine Sitzung für die Gewinnung
und Ausbildung
des Nachwuchses konzipiert. Neben praktischen Übungen
im chirurgischen
Trainingslabor ist gerade auch der Postgraduiertenkurs: Akutes
Abdomen – Ileus – mesenteriale Ischämie sowie das Videoforum: Tipps und Tricks für jüngere Kollegen gedacht.
Unter dem Leitthema: „Die Besten für die Viszeralchirurgie“ sind Sitzungen vorgesehen,
in denen ausgesuchte Forschergruppen, Doktoranden und Habilitanden ihre
wissenschaftlichen Ergebnisse vorstellen werden. Ebenso werden die besten freien
Vorträge und Posterpräsentationen ausgezeichnet.
Aktuelles Wissen wird auf diesem Kongress in einer Sitzungsreihe: „Status quo
2010“ vermittelt, wobei nur die neuesten Publikationen berücksichtigt und dargestellt
werden sollen.
In der onkologischen Chirurgie werden neben den aktuellen Standards auch die
möglichen Schwierigkeiten und Nebenwirkungen des interdisziplinären Vorgehens
aufgezeigt und kritisch gewertet.
Weitere Sitzungen sollen die Möglichkeiten der metabolischen Chirurgie bei Adipositas,
Neuentwicklungen in der minimal invasiven Chirurgie oder die Bedeutung der
Zertifizierung, Zentrenbildung und des Klinikrankings aufzeigen. Daneben werden
auch kontroverse Themen, wie die Behandlungsmaßnahmen am Beckenboden bei
Inkontinenz, der geänderte Stellenwert der Chirurgie bei verschiedenen Erkrankungen
oder das Verlassen traditioneller Therapieverfahren, aufgegriffen.
Besonders herzlich möchte ich Sie zur erstmalig geplanten Eröffnungsveranstaltung
unserer Gesellschaft im Rahmen des gemeinsamen Kongresses mit der Deutschen
Gesellschaft für Chirurgie am Mittwoch, den 21. April 2010 um 10.30 Uhr einladen.
Die während des Kongressverlaufes entstandene Kommunikation kann am Mittwoch,
den 21. April 2010, auf dem DGAV-Abend fortgesetzt und vertieft werden. Hierzu lade
ich Sie in das TIPI-Zelt am Kanzleramt herzlich ein.
Ich wünsche Ihnen allen einen interessanten Kongress und aufschlussreiche Kongresstage
in Berlin.
Prof. Dr. med. Hans Joachim Meyer
Präsident der Deutschen Gesellschaft
für Allgemein- und Viszeralchirurgie 2009/2010